Seit längerer Zeit gibt es Mikrofone, die zur Aufnahme von Frequenzen im Subbass Bereich ausgelegt sind. Diese Mikrofone haben alle eines Gemeinsam. Sie sehen aus wie Lautsprecher.
Prinzipbedingt ist ein Lautsprecher auch nichts anderes als ein umgekehrt laufendes Mikrofon. Sprich, wenn ich ein Lautsprecher an einen Mikrofoneingang anschliesse und genung laut hinein schreie, wird tatsächlich etwas aufgenommen.
Ein Mikrofon als Lautsprecher zu brauchen empfielt sich nur, wenn man das Mikrofon danach nicht mehr braucht. Eine Mikrofonmembran erträgt nicht viel Pegel und es ist ein Leichtes diese zu zerstören.

Nach der Anschaffung eines KRK 2.1 System (2 x KRK-VXT6, 1 x KRK-Sub 10s)KRK_VXT6_10s1-e1338551771635
 

 
 

hatte ich zwei ausgediente passive Tannoy Reveal Monitoren, wovon einer defekt ist und sich auf Grund des Alters nicht mehr zu reparieren lohnt.TannoyReveal
 

Anstatt diese zu Entsorgen, habe ich mich entschlossen, den einen Monitor in ein Subbass-Mikrofon umzubauen.

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Im Wesentlichen geht es nur darum, die ehemaligen Anschlüsse des Lautsprechers mit einem männlichen XLR zu verbinden.
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Die Kabel, welche mit den Lautsprecherausgängen verbunden sind, lötet man an eine männliche XLR Buchse.

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Der verwendete Monitor verfügt über einen Hochtöner. Diesen wollte ich ebenfalls verwenden können. Um diesen aber An- und Abschalten zu können, habe ich einen Kippschalter in dessen Signalweg gelötet.

Der Kippschalter ist in der Bassreflexröhre eingebaut worden.

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Wichtig ist, die Bassreflexröhre gut mit Isolationsmaterial zu füllen und zu verschliessen, damit kein Schall durch diese mehr dringen kann.

Das fertige Subkick-Mikrofon sieht dann so aus.
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Die beste Aufstellung des Mikrofons findet man am besten durch Tests heraus.
Das Mikrofon kann für Bassdrum oder Bassboxen verwendet werden. Um ein sattes Lowend bei E-Gitarren zu erhalten, kann auch mit einer Aufstellung vor Gitarrenamps experimentiert werden.
Da das Mikrofon aus einem passiven Monitor gebaut wurde, sollte man es jeweils möglichst nahe an die Klangquelle stellen, da die Empfindlichkeit des Mikros nicht die Grösste ist.

Die ersten klanglichen Versuche und auch Messergebnisse folgen und werden an dieser Stelle veröffentlicht.